Brennholz Kaminholz vom Niederrhein Fragen & Antworten

Der Brennholz & Kaminholz Knigge vom Gutes-Holz-Team

Wir sind für saubere Energie aus Holz!


1. Zum Verbrennen nur naturbelassenes Brennholz oder Kaminholz mit einer Restfeuchte von max 25% benutzen. Damit wird eine schadstoffarme Feuerung und optimale Energieausbeute erreicht.
Wir beraten Sie gerne telefonisch oder vor Ort. Auf unserer Rechnung machen wir eindeutige Angaben zum gelieferten Brennholz und zu der Restfeuchte.

2. Abfälle, dazu gehören auch Briketts aus Altpapier, gehören nicht in Ihren Kaminofen. Sie belasten die Umwelt und zu besonders die Luft der eigenen Innenräume. Ebenso sollten beschichtete, lackierte oder verleimte Hölzer und Spanplatten nicht verbrannt werden, da sie schädliche Dioxine freisetzen.

3. Zum Anfeuern möglichst dünne Hölzer oder Anmachholz aus Nadelholz aufschichten und mit fertigen Holzanzündern entflammen. Niemals Benzin, Spiritus oder ähnliches verwenden - Explosionsgefahr!

4. Beim Heizen die Bedienungsanleitung des Kaminofens beachten. Das Brennholz sollte mit stets ausreichender Luftzufuhr verbrannt werden. Zu wenig Sauerstoff verschlechtert die Verbrennungsqualität!
Der Zustand der Sichtscheiben ist ein wichtiger Indikator für die Verbrennungsqualität. Rußschwarzer Belag und braunes Kondensat deuten auf zu geringe Verbrennungstemperatur, zuwenig Sauerstoff und auf eventuell zu feuchtes Holz hin! Sichtbarer, dunkler Rauch aus dem Schornstein deutet auf die gleichen Ursachen hin. 
Leicht verrußte Sichtscheiben, hell gefärbte Schamotte im Ofen und feine, weiße, leichte Holzasche - alles Hinweise auf eine gute Verbrennung.
 
5. Zu wenig Brennholz in der Brennkammer lässt die Innentemperatur und damit die Verbrennungsqualität sinken. Keinesfalls aber sollte man den Ofen randvoll füllen. Etwa 2 Kg Kaminholz sollten für jeden Ofen mit Nennwertleistung 6-9 KW zur optimalen Auslastung genügen. 2 KG entsprechen etwa 2-3 Männerhand großen Scheiten.

6. Es bringt garnichts, den Ofen vor dem Schlafengehen zu füllen und ihm dann die Luftzufuhr abzudrehen, damit die Glut länger hält. Das erzielt Verschlechterung der Verbrennung und mehr Aufwand fürs Putzen! Dasselbe gilt für überlieferte Hausmittel, wie z.b. das Einwickeln von Braunkohle-Briketts mit feuchter Zeitung, was nichts anderes erzeugt als einen unappetitlichen und ungesunden Schwelbrand.

7. In der Heizperiode sollte man sich immer einen kleinen Vorrat an Brennholz in die warme Stube legen. Aufgewärmtes Kaminholz brennt leichter. Brennholz mit einer Restfeuchte um 25% trocknet schnell nach und ist damit energetisch sinnvoller.

8. Den Ofen sollte man stets innen und außen sauber halten. Eine Innenreinigung der Züge ist nach Anweisung des Herstellers, mindestens jedoch einmal jährlich durchzuführen. Dies geschieht meist auch durch den Schornsteinfeger.
Ruß behindert die Wärmeabgabe und damit sinkt der Wirkungsgrad zum Teil um mehr als 10 % ab. Bei Grundöfen könnten sich die Züge mit Ruß zusetzen und das kann unter Umständen einen Ofenbrand auslösen. Das Sauberhalten der Außenflächen verhindert das Verschwelen von Staub und das Einbrennen von Schmutzteilchen in eine eventuell
vorhandene Emaillierung.

9. Ein luftiger, vor Regen geschützter Lagerplatz, sorgt für optimale Trocknung des Brennholzes. Kellerräume oder schlecht belüftete Garagen sind ebenso wenig geeignet, wie eine “Verpackung” des Kaminholzes in Plastikfolie. 
Ofenfertiges Brennholz, gesägt und gespalten auf überwiegend 10-15 cm Kantenlänge (2 mit Daumen und Zeigefinger aneinander gelegte Männerhände ergeben ein gutes Scheitmaß), trocknet gut und gerne von einer Saison zur nächsten auf eine Restfeuchte von 20-25%.

10. Wer sein Brennholz selber macht, sollte auf die eigene körperliche Leistungsfähigkeit und das “technische Know-how” achten. Im Interesse der eigenen Sicherheit stets ausgeruht und voll konzentriert vorgehen. Nie ohne entsprechende Schutzausrüstung arbeiten.

 

Im Folgenden haben wir einen Fragenkatalog aufgelistet.
Diese oder ähnliche Fragen werden uns immer wieder zu Beginn der Saison gestellt.
Vielleicht finden Sie hier schon, was sie suchen!



Warum trocknet Ihr Holz in einer Saison? Man sagt, Buche solle mindestens 2 Jahre trocknen!?

Ca.1-2 Jahre Lagerzeit sind erforderlich, wenn man das Holz im Stamm lagert.
Unsere Stämme haben einen Durchmesser von ca. 20 cm und mehr.
Gespaltenes Holz sollte eine Scheitbreite von 12-15 cm haben.
Buche trocknet bei dieser optimalen Scheitdicke von einer Saison zur nächsten von außen nach innen.
Das Scheit müsste also schon dicker als 15 cm sein, um mehr als eine Saison zum Trocknen zu benötigen.



Wann ist die beste Einlagerzeit?

Eindeutig von Januar bis Mai!
Je früher, desto besser.
Noch besser als Sonne und Wind trocknet Frost die Holzscheite!
Bei einer optimalen und luftigen Lagerung ist das Holz von Januar/Februar bis Oktober auf 15 - 20 % heruntergetrocknet und kann so im selben Jahr verbrannt werden.



Man sagt, verbrennbares Kaminholz sollte 20 % Restfeuchte haben. Stimmt das?

Ja, 20-25% ist die Restfeuchte, bei der die energetische Ausbeute aus dem Holz am höchsten ist.
Bei dieser Restfeuchte kann es aber im Ofen noch hin und wieder zischen! 
Die BImSchV legt in Ihrer Novelle vom 23.3.2010 die maximale Restfeuchte für lufttrockenes, verbrennbares Holz mit <24% fest. Eine Angaben von Lagerzeit in Jahren ist somit unzulässig und wissenschaftlich nachgewiesen auch falsch.



Wie kann ich die Feuchte bestimmen?

Geübte Hände merken schon am Gewicht des Scheites, ob es trocken ist.
Auch die Art und Weise, wie sich Holz anhört, wenn man darauf klopft, deutet auf Trockenheit hin.
Feine Risse an der Schnittseite des Holzes deuten auf eine Trocknung hin, sind aber kein sicheres Zeichen.
Nur ein Meßgerät gibt 100-prozentig Auskunft.
Auf unserer Internetseite geben wir viele Informationen zur effektiven Bestimmung der Restfeuchte an: http://gutes-holz.de/brennholz-kaminholz/brennholz-kaminholz-trocknung

Das Internet bietet eine Reihe von geeigneten Messgeräten zu kleinen Preisen an, die durchaus zum Nachmessen des eigenen Holzes ausreichen.
Zwischen dem ca. 70,00 € teuren Gerät unseres Schornsteinfeger-Meisters und unserem, das ca. 30,00 € gekostet hat, bestand eine Meßdifferenz von 0,5% beim Messen ein und desselben Scheites (wir haben ungefähr an den gleichen Stellen gemessen - was dabei auch von Bedeutung ist!).



Wie liefern Sie an? In Säcken, Paletten, Gitterboxen, lose?

Prinzipiell immer lose auf dem LKW.
Wir können nach hinten kippen, d.h. die Holzscheite liegen dann lose auf Ihrem Hof und müssen von Ihnen zum Lagern aufgesetzt werden.
Wir liefern Kleinstmengen aber nach Absprache auch mit dem Hänger aus.
In unserem Shop können Sie sich die entsprechenden Mengen aussuchen:
Bitte klicken Sie dazu Hier

 



Welche Scheitlänge soll ich nehmen?

Im Zweifelsfall immer die Kleineren!
Man kann damit wesentlich kontrollierter ein Feuer »aufbauen«.
Auf Wunsch können wir ohne Aufpreis auch Zwischenmaße schneiden!
Unsere Standardlänge ist 30cm, mit dieser Länge können alle gängigen Öfen beheizt werden.
Die deutschlandweite 33er Länge eignet sich nicht immer, da die Scheite für einige Öfen ca. 2-3 cm zu lang sind und im Ofen dann nicht geschichtet werden können.

In unserem Shop können Sie sich die entsprechenden Scheitlängen aussuchen:
Bitte klicken Sie dazu Hier


 

Können Sie auch dicke Klötze (Knabbel) liefern?

Ja, können wir, aber bedenken Sie: 2 - 3 kleine Scheite brennen eindeutig besser als 1 großes!
Durch die kleinen Scheite entsteht im Feuer eine Eigenthermik, die die Flamme viel effektiver und sauberer brennen lässt. Lediglich, wenn man ein dickes Glutbett fertig hat, legt man mal ein dickes Scheit auf, was das Feuer länger brennen lässt. (hierbei auch die Luftzufuhr etwas reduzieren)
Wir liefern deshalb immer eine Mischung (in der Regel 2/3 dünnere 1/3 dickere Scheite) aus verschieden dicken Scheiten.
Sie können gerne Ihre Wunschmischung angeben, unsere Maschinen können entsprechend eingestellt werden.



Wie lagere ich mein Holz am Besten?

Brennholz lagert am besten unter einem vorgezogenen Dach entlang der Hauswand oder in einer luftigen Holzhütte.
Wichtig ist Luft von allen Seiten.
Hinterlüftet an der Hauswand sollte das Holz am Besten auch ca. 20-40 cm unterlüftetsein, damit die feuchte Luft, die nach unten fällt, auch entweichen kann.
Im Kreuzstapel geschichtet trocknet es am schnellsten.
Brennholz niemals in eine Plastikplane einpacken.
Holz braucht Luft und Wind zum Trocknen.

http://gutes-holz.de/technik/brennholz-kaminholz-lagern.html


 

Wieviel SRM Holz brauche ich so in einer Saison?

Die Holzmenge ist natürlich sehr unterschiedlich.
Haben Sie einen Kaminofen und heizen aktiv bei kaltem Wetter und in der Übergangszeit, sollten 5-7 SRM reichen. Kachelöfen, die ständig brennen, brauchen bis zu 15 SRM/Heizsaison.
3 SRM braucht der Gelegenheits- oder Gemütlichkeitsheizer.


Wieviele SRM können Sie pro Fuhre laden?

Max. 7 m³(SRM) Frischholz,  8 SRM vorgetrocknetes Holz oder 11 SRM kammertrockenes Holz auf unserem LKW.
Max. 3-4 SRM auf unserem Hänger.


 

Kann ich mir mein Holz auch selber abholen?

Selbstverständlich, bedenken Sie aber, dass auf einen großen PKW-Anhänger max. 2 SRM passen!
Das ist die Höchstmenge, die wir an abholende Kunden abgeben.
Vereinbaren Sie bitte telefonisch mit uns einen Abholtermin.


Bekomme ich bei größeren Mengen Rabatt?

Prinzipiell nein, aber reden kann man über alles.


Liefern Sie auch weiter als 100km aus?

Wenn wir eine komplette Tour zusammenbringen, ja.
Es kann unter Umständen ein paar Tage bis zum Liefertermin dauern.


Führen Sie auch sortenreines Brennholz?

Selbstverständlich, allerdings nur im Frühjahr bei Frischholz.
Sortenreines Brennholz ist immer mal wieder vorhanden, jedoch, wenn ausverkauft, dann ausverkauft.
Fragen Sie einfach nach.


Ich habe einen offenen Kamin. Welches Holz eignet sich da am Besten?

Alle Laubhölzer mit Ausnahme von Traubeneiche (hier spritzt die Rinde!): Birke, Buche, Roteiche, Ahorn etc.
Birke und Ahorn verbrennen mit einer sehr intensiven Flammenfarbe und das Feuerholz riecht angenehm, verbrennen aber schneller als Buche. (Der niedrigere Heizwert von Birke macht aber nichts, geht sowieso alles durch den Schornstein!).
Roteiche ist Buche gleichzusetzen.
Ebenso eignet sich Nadelholz nicht unbedingt, da dieses spritzt - allerdings ist das Knacken und Knistern sehr schön anzuhören.


Wir haben im Garten gerodet. Kann ich auch dieses Holz verbrennen? (Obst-/Nadelbäume)

Verbrennbar ist theoretisch alles, nur trocken genug muß es sein.


Kann ich mein Holz auch im Keller oder der geschlossenen Garage lagern?

Bitte nicht! 
Unter Umständen kann das absolut trockene Holz (kammertrockenes Brennholz/Kaminholz) in geschlossenen Räumen gelagert werden.
Aber bedenken Sie bitte, in die Garage kommt bei nassem Wetter durch das Abropfen des Autos extrem viel Nässe! Bei Temperaturen über 15°C kann dann leicht Stock und Schimmel entstehen!


Hat 5-jähriges oder noch älteres Buchenholz einen höheren Brennwert?

Eindeutig nein! Holz wird in der Natur durch die Luftfeuchtigkeit nie trockener als 11 - 13 % und nimmt in den »nassen« Monaten sogar wieder Feuchtigkeit auf! Deshalb sollte man in der Heizsaison immer ein Körbchen voll Brennholz schon im Wohnzimmer lagern. Die Holzoberfläche trocknet so nochmals ab.


Was mache ich mit meinen verrußten Scheiben am Kaminofen?

Grundsätzlich sollten Sie einmal überprüfen, ob Sie Ihren Ofen nicht überfordern. Informationen dazu finden Sie auf unserer Homepage hier.
Leicht verrußte Scheiben lassen sich mit einem feuchten Tuch, das vorher in die kalte Asche getunkt wurde, mühelos wieder reinigen. Besonders hartnäckige oder dicke Teerschichten kann man mit einem Ceranfeldreiniger (ggf. vorsichtig mit einer Rasierklinge abkratzen) entfernen. Auch kann man hierfür einen Multifettreiniger benutzen, den man aber auf ein Tuch aufsprüht und nicht auf die Scheibe direkt, denn dieser kann beim Einsprühen heruntertropfen und bleibende Spuren hinterlassen. Natürlich kann man auch auf spezielle, aber teure Spezialreiniger zurückgreifen.