Brennholz Kaminholz vom Niederrhein Brennholz und Kaminholz Brennholz Kaminholz Trocknung

 

Holzfeuchtemessung - einfach und genau mit der IBT-Richtlinie



Die IBT-Richtlinie zur Messung und Feuchtebestimmung von Brennholz ist derzeit die einzige praxistaugliche und hinreichend genaue Prüfmethode. Sie basiert auf der Messung des elektrischen Widerstandes nach der Drei-Punkt-Methode von HEISE und KRÄMER.

 

Die Prüfmethode ist bereits im Schornsteinfegerhandwerk Hessen, Niedersachsen und Saarland vorgestellt und positiv angenommen worden.

Bislang gibt es kein elektrisches Widerstandsmeßgerät zur Bestimmung der Brennholzfeuchte, dessen Bedienungsanleitung erläutert, wo und wie die durchschnittliche Holzfeuchte im Scheit gemessen und ermittelt werden kann. Hinsichtlich der Meßgenauigkeit weichen die marktgängigen Messgeräte nicht wesentlich voneinander ab. Sie sind i.d.R. auf eine Holztemperatur von 20 °C eingestellt und messen zwischen 5 bis 35 % Holzfeuchte hinreichend genau. Zur Bestimmung der Brennholzfeuchte oberhalb 35 % (Fasersättigungsbereich) ist bislang kein Meßgerät und Verfahren zur Schnellbestimmung bekannt.

Die IBT-Richtlinie ist praxisgerecht und verständlich geschrieben. Sie kann gleichermaßen von Schornsteinfegern und Heizungsbauern, Brennholzproduzenten und –händlern sowie Selbstwerbern und Verbrauchern angewendet werden.

Auf handlichen 8 Seiten im DIN-A-6-Format wird die Bestimmung der Brennholzfeuchte in Text und Bildern anschaulich erklärt. Folgende Fragen und Begriffe werden erläutert:

Warum soll Brennholz trocken sein?

  • Wasser im Holzbrennstoff brennt nicht
  • Trockenes Holz hat einen höheren Heizwert
  • Versottung im Ofen und Schornstein wird verhindert
  • Die Feuerungsanlage hat eine höhere Lebensdauer
  • Schädliche Emmissionen und Rauch werden vermindert
  • Das Kaminholz kann ohne Schimmel und Fäulnis länger gelagert werden

Wassergehalt und Holzfeuchte

  • Der Wassergehalt wird bezogen auf das Gewicht des feuchten Holzes
  • Die Holzfeuchte (Restfeuchte) wird bezogen auf das Gewicht des darrtrockenen Holzes


Wie feucht ist waldfrisches Buchenholz?

Buchenkaminholz, wie es aus dem Wald abgefahren wird, hat deutlich unterschiedliche Holzfeuchten.In der Regel liegen diese zwischen 50% und 80%.

1 m3 (fm) waldfrisches Holz wiegt ca. 1120 kg bei einer durchschnittlichen Holzfeuchte von 65%. Bei 20% Holzfeuchte wiegt es dann ca. 810 kg. Somit müssen dann aus 1 m3 Buchenholz ca. 300 Liter Wasser verdunstet sein.

Bei 1 Raummeter (rm = 0,7 fm) sind das 210 Liter Wasser, bei 1 Schüttraummeter (srm = 0,5 fm) sind das 150 Liter Wasser.

In der Regel trocknet Buchenbrennholz von einer Heizperiode zur nächsten - also in weniger als 1 Jahr - an der Luft auf eine Restfeuchte von 20% bei optimaler Lagerung. Die Holzfeuchte ändert sich bei weiterer Lagerung an der Luft nur noch unwesentlich.

Je trockener das Buchenkaminholz ist, desto höher ist sein Heizwert. Durch die Trocknung des Holzes von 30% auf 20% Restfeuchte steigt der Heizwert um ca. 10% an.

Eine Trocknung auf unter 20% ist verbrennungstechnisch nicht erforderlich.

Optimale Lagerung

Wird Kaminholz direkt auf den Boden aufgesetzt, kann die feuchte Luft nicht nach unten entweichen. Zusätzlich zur langwierigen Trocknung können ca. 10-15% des Brennholzes durch Spritzwasser, Staunässe und Bodenfeuchtigkeit im direkten Erdkontakt verrotten.
Das Prinzip der Freilufttrocknung funktioniert folgendermaßen: Die bewegte Luft nimmt Wasser von der Holzoberfläche auf, kühlt ab und entweicht nach unten, da sie schwerer ist, als die umgebende Luft.

Wie trocken sollte Brennholz sein?

Brennholz sollte lufttrocken sein, d.h. eine Restfeuchte von 15-25% je nach Umgebungsklima und Trocknungsgrad.
In der neuen Kleinfeuerungsverordnung (1.BImSchV) ist vorgesehen, dass Brennholz nur noch eingesetzt werden darf, welches eine Restfeuchte von unter 25% hat. Bei richtiger Lagerung kann Kaminholz an der Luft innerhalb von 4-9 Monaten auf eine Holzfeuchte von ca. 20% getrocknet werden. Dabei ist zu beachten, dass je nach Witterungslage im Spätherbst und Winter die Restfeuchte durchaus wieder zunehmen kann.

Ermittlung der Holzfeuchte

Am weitesten verbreitet ist mittlerweile die Mesuung über den elektrischen Widerstand. Bei den gängigen Meßgeräten werden 2 Elektroden mit gutem Kontakt zum Holz angebracht und über den Widerstandswert die Holzfeuchte angezeigt.

Mit dieser Methode können Holzfeuchten zwischen 5% und 35% mit guter Genauigkeit angezeigt werden.

Über 35% weichen die Ergebnisse erheblich von den tatsächlichen Werten ab und dies umso mehr, je frischer das Holz ist.

Geeicht sind die Messgeräte überwiegend auf eine Temperatur von 20%. Wärmeres Holz zeigt einen zu hohen und kälteres Holz einen zu niedrigen Wert an. Die Holzfeuchte weicht bei einer Temperaturänderung von 5°C um ca. 1% ab!