Brennholzpreise: worauf man unbedingt achten sollte
Jedes Jahr wieder mit Beginn der Einlagerungszeit für Brennholz, häufen sich die Diskussionen zwischen Brennholzhändler und Kunden um die Mengenverhältnisse, Trocknungsgrade, Abweichungen bei Holzarten, Lieferkosten, etc.
Die Menge:
Eine liebgewonnene Mengeneinheit, der Raummeter ( RM ), den es offiziell nie so gegeben hat, wie es der Kunde meint: aufgesetztes Holz, gestapelt auf einer x-beliebigen Fläche - führt oft zu Meinungsverschiedenheiten.
Es ist ein grosser Unterschied, ob man ein-, zwei-, drei- oder noch mehr Reihen voreinander stapelt. Eine einfache Multiplikation Länge x Breite x Höhe macht hier also keinen Sinn.
Die genaue Definition eines Raummeters lautet:
Fällfrisches Holz, auf einen Meter gelängt, gespalten, im Kreuzverbund gestapelt, auf einer Fläche von 1 x 1 Meter und 1,04 Meter hoch.
Um hier einen gemeinsamen Nenner zu finden, muß das ofenfertige Brennholz mindestens auf einer Grundfläche von 1x1 Meter gestapelt werden. Nach diesem Prinzip wird z.B. in grossen Teilen Süddeutschlands das Brennholz verkauft. Diese Einheit wird dort Ster genannt.
Wenn das Kaminholz aber nicht gestapelt auf Palette bestellt wird, sondern lose beim Kunden abgeschüttet wird, ist es schwer diese Liefermenge nachzumessen. Kein Lieferant bleibt solange beim Kunden, bis dieser sein Brennholz aufgestapelt hat.
Deshalb haben sich viele Brennholzhändler in ganz Deutschland auf die Maßeinheit Schüttraummeter ( SRM ) geeinigt und liefern in dieser nachmessbaren Grösseneinheit.
Bevor der Kaminholzlieferant das Kaminholz beim Kunden abkippt, kann der Kunde ganz einfach kontrollieren, ob die gelieferte Menge Kaminholz auch der bestellten Menge entspricht.
Auch hier gilt: Länge x Breite x Höhe. Man vermisst die Menge des gelieferten Holzes einfach auf dem Lieferfahrzeug.
Wenn ein Brennholzlieferant diese Messmethode ablehnt, oder versucht, Erklärungen abzugeben, warum man das so nicht messen kann, oder der Wert beim Nachmessen unterschritten wird, sollte man vorsichtig sein.
Der professionelle Brennholzhändler nimmt sich die Zeit, die Menge mit dem Kunden nachzumessen, immerhin erspart es ihm eventuelle Reklamationen.
Ein Ster (wer möchte, auch Raummeter) ist vom Preis her deutlich höher als ein Schüttraummeter. Dies ist auf jeden Fall zu berücksichtigen.
Oft genug kommt es vor, dass Händler, die nur kurz auf dem Markt sind und oft nur unter Mobilrufnummern erreichbar sind, den Raummeter anbieten, aber geschüttet liefern. Den Unterschied merkt der Kunde erst, wenn er das Holz aufgesetzt hat. Dann ist es meistens aber zu spät.
So ist es wichtig eine Rechnung zu erhalten, auf der die Menge, Trocknungsgrad und alles weitere vereinbarte festgehalten ist. Sehr wichtig sind eben auch die Kontaktdaten des Lieferers, zu denen eine volle Anschrift gehört. Weiter sollte der Brennholzlieferant seine Steuernummer angeben und ordnungsgemäß die Steuern ausweisen.
Ohne Rechnung hat der Kunde kaum eine Chance sich gegen eine Fehllieferung zu wehren.